Wir charakterisieren die Kranichpaare individuell, hören ihnen zu und vergleichen die akustischen Daten mit optischer Beobachtung. Es zeigt sich: Kraniche führen ein ganz schön bewegtes Leben. Wir müssen unsere Ansichten und somit unsere Schutzbemühungen modifizieren.
Die Ergebnisse sind von großer Bedeutung für die Verbesserung des Kranichschutzes und v.a. ein wichtiger Bestandteil des Projektes zum Schutz und zur Wiedereinführung des besonders bedrohten Schreikranichs (USA / Kanada), ein bilaterales Projekt unter dem Gesetz zur Erhaltung bedrohter Arten „Endangered Species Act“. Im Jahre 2002 begann ein ähnliches Projekt in Rußland zur Auswilderung von in Isolation aufgezogenen sibirischen Schneekranichen, die mit Hilfe eines Hängegleiters die Zugroute in die Überwinterungsgebiete im Iran kennenlernen - wiederum mit Kommunikationshilfe durch digital zur Verfügung stehende Schneekranichrufe.